Mit einer vergnüglichen Premiere hat die Theater-AG der Mittelschule Maisach am 23. April 2026 im Sportheim Überacker ihr Stück „Das Geheimnis der Geistervilla“ auf die Bühne gebracht. Das Publikum erlebte einen Abend mit viel Spielfreude, Witz und langem Applaus.
Die Handlung beginnt in einer alten Villa, in die die Familie Weber frisch eingezogen ist. Was zunächst wie eine klassische Geistergeschichte wirkt, entwickelt sich rasch zu einer Detektivgeschichte. Im Zentrum stehen dabei zwei Gespenster mit Herz und Gerechtigkeitssinn, die aufdecken wollen, dass die Besitzerin der Villa eine Erbschleicherin ist.
Im Sportheim Überacker bekamen die Zuschauer zahlreiche komische Szenen und markante Figuren zu sehen. Dazu zählten unter anderem die kindernärrische Nachbarin Frau Klatsch, gespielt von Antonia Lambeck, die schnippische Sonja von Greifswald, dargestellt von Chiara Tadic, sowie die charmant-dauergenervte Haushälterin Frau Zickenmeck, gespielt von Mina Mitterlechner.
Dass die Aufführung so leicht wirkte, war das Ergebnis intensiver Vorbereitung. Weil das Bürgerzentrum Gernlinden derzeit renoviert wird, musste die Theatergruppe vorübergehend auf einen anderen Spielort ausweichen. Mit dem Sportheim in Überacker fand die Mittelschule schließlich nicht nur eine Ersatzbühne, sondern auch zusätzliche Unterstützung: Die örtliche Theatergruppe stellte professionelle Bühnentechnik und Kulissen zur Verfügung.
Die jungen Schauspieler nutzten diese Bedingungen sichtbar. In den Szenen zeigten sie witzige Dialoge, komödiantisches Talent und viel Engagement über den Schulalltag hinaus. Der Großteil der 15 Mitwirkenden investierte dafür einen Teil seiner Freizeit in die Proben. Für Leiterin Maria Längler wurde der Abend auch deshalb zu einem besonderen Erfolg. Kurz vor der Premiere war zudem Improvisation gefragt, als sich vier Tage vorher herausstellte, dass ein Hauptdarsteller krankheitsbedingt ausfällt. Die Rolle von Vater Weber übernahm daraufhin Lehrerkollege Simon Dantes. Auch den Mangel an männlichen Schauspielern löste Maria Längler mit einer Anpassung der Inszenierung: Aus dem gemischten Geisterpaar wurde ein Frauenpaar, das Ikra Demiroglu und Victory Paul Anayamaele souverän spielten.
Dass ein solches Theaterprojekt an der Mittelschule Maisach möglich ist, hängt auch mit dem Programm „Kulturschule in Bayern“ zusammen. Diesen Titel vergibt das Kultusministerium an ausgewählte Schulen, die sich in einer mehrjährigen Pilotphase bewähren. Bisher tragen neun der insgesamt 4.600 Schulen in Bayern diese Auszeichnung, weitere zwölf Schulen befinden sich in der Projektphase, darunter die Mittelschule Maisach.
Auf der Bühne standen Amy Zieglmeier als Tessa Weber, Anisa Salihu als Lehrerin, Antonia Lambeck als Frau Klatsch, Chiara Tadic als Sonja von Greifswald, Ikra Demiroglu als Geist, Laura Moskwa als Frau Tratschbach, Lina Reinhardt als Karla, Louisa König als Sophia Müller, Lukas Schuster als Tim Weber, Maya Haddaji als Alex, Mina Mitterlechner als Frau Zickenmeck, Warah Zscheile als Emma, Valentina Falke als Maria Weber, Victory Paul Anayamaele als Geist, Emir Demirci als John Weber und Simon Dantes als Horst Weber.
Quelle: Eingesandt
Datum: 30/04/2026

