Die Gemeinde Emmering stärkt die Notfallversorgung vor Ort und hat ihre drei bestehenden Defibrillatoren, sogenannte AED – Automatisierte Externe Defibrillatoren –, in das System „Region der Lebensretter“ integriert. Damit stehen die Geräte künftig auch innerhalb dieses Alarmierungssystems zur Verfügung und können im Ernstfall gezielt in die Rettungskette eingebunden werden.
Bei einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute. Bereits nach wenigen Minuten können bleibende Schäden eintreten. Das System „Region der Lebensretter“ setzt deshalb auf qualifizierte Ersthelferinnen und Ersthelfer, die sich in der Nähe eines Notfalls befinden und parallel zum Rettungsdienst alarmiert werden können.
Geht bei der Integrierten Leitstelle ein Notruf mit dem Verdacht auf einen Herz-Kreislauf-Stillstand ein, werden registrierte und entsprechend qualifizierte Ersthelfende über eine Smartphone-App verständigt. Die App führt sie direkt zum Einsatzort. Gleichzeitig kann eine weitere alarmierte Person zu einem verfügbaren AED geleitet werden, um das Gerät möglichst schnell zur Patientin oder zum Patienten zu bringen. So können lebensrettende Maßnahmen bereits beginnen, bevor der Rettungsdienst eintrifft.
Mit der Einbindung der drei Emmeringer AED-Standorte können diese Geräte nun auch den alarmierten Ersthelfenden im System angezeigt und für Einsätze genutzt werden. Aus Sicht der Gemeinde wird damit die Versorgung im Ernstfall verbessert und die Rettungskette in Emmering gestärkt.
Alle im System registrierten Ersthelfenden werden in den Leitstellenbereichen alarmiert, die an „Region der Lebensretter“ angeschlossen sind. Sie können damit nicht nur in ihrer Heimatgemeinde, sondern auch unterwegs, in der Freizeit, im Urlaub oder auf dem Weg zur Arbeit helfen. Von diesem Helferpool profitieren nach Angaben der Gemeinde alle beteiligten Städte und Landkreise.
Die Gemeinde Emmering ruft Bürgerinnen und Bürger mit entsprechender medizinischer oder rettungsdienstlicher Qualifikation dazu auf, sich bei „Region der Lebensretter“ zu registrieren. Jede zusätzliche Ersthelferin und jeder zusätzliche Ersthelfer kann im Notfall dazu beitragen, die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken und Leben zu retten.
Das Projekt verbindet ehrenamtliches Engagement, medizinisches Fachwissen und digitale Technik. Die Informationen stammen von Region der Lebensretter e.V.; die Meldung wurde von der Gemeinde Emmering am 16. Juni 2026 veröffentlicht.
Quelle: Stadt Emmering
Datum: 16/06/2026
Link: Original-Meldung

