Das Landratsamt Fürstenfeldbruck hat am 2. Juli 2026 festgestellt, dass der Internetauftritt des Freizeitparks Mammendorf gehackt worden war. Nach Angaben der Behörde wurden unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls technische Schutzmaßnahmen eingeleitet. Die Webpräsenz wurde abgeschaltet, um eine weitere Ausbreitung von Schadprogrammen zu verhindern.
Die Website war bis zum 3. Juli nicht erreichbar. Im Zuge der Aufarbeitung stellte das Landratsamt fest, dass der Angriff wohl bereits am 26. Juni erfolgt war. Seit dem 4. Juli ist die Online-Präsenz des Freizeitparks nach Angaben der Behörde wieder vollständig funktionsfähig und sicher besuchbar.
Auf dem Internetauftritt war ein gefälschtes CAPTCHA-Pop-up installiert worden. Ein CAPTCHA ist ein automatischer Test, der zwischen Menschen und Bots unterscheiden soll. In diesem Fall öffnete sich beim Aufruf der Webpräsenz ein manipuliertes Fenster, das Besucherinnen und Besucher dazu aufforderte, bestimmte Kommandos beziehungsweise Tastenkombinationen auszuführen. Dadurch hätte Schadcode auf den Rechner der Nutzerinnen und Nutzer geladen werden können.
Das Landratsamt warnt ausdrücklich davor, den in dem gefälschten CAPTCHA dargestellten Aufforderungen zu folgen. Wer die dort genannten Schritte ausgeführt hat, könnte seinen Computer mit vorgefertigten Skripten infiziert haben. Diese können den Rechner für missbräuchliche Zwecke vorbereiten. Möglich ist nach Angaben der Behörde insbesondere eine Infektion mit einem Infostealer oder Trojaner. Dabei handelt es sich um Schadsoftware, die sensible Daten von betroffenen Geräten stehlen kann.
Bürgerinnen und Bürger, die den Internetauftritt des Freizeitparks Mammendorf im Zeitraum vom 26. Juni bis zum 2. Juli 2026 besucht haben und eine Infektion ihres Computers für möglich halten, sollen sich an eine IT-Fachkraft wenden. Das Landratsamt weist zudem darauf hin, dass E-Mails mit Zahlungsaufforderungen oder ähnlichen Inhalten, die vermeintlich vom Landratsamt Fürstenfeldbruck oder vom Freizeitpark Mammendorf stammen, sorgfältig geprüft werden sollten.
Konkrete Anhaltspunkte dafür, dass personenbezogene Daten aus der mit der Website verbundenen Datenbank des Buchungskalenders für den Jugendzeltplatz abgegriffen wurden, liegen derzeit nicht vor. Ausschließen kann das Landratsamt dies nach eigenen Angaben allerdings nicht. Deshalb wurde das Landesamt für Datenschutz über den Vorfall informiert.
Quelle: Landratsamt Fürstenfeldbruck | 17.07.2026
Quelle: Landratsamt Fürstenfeldbruck
Datum: 17/07/2026
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