Die Stadt Fürstenfeldbruck geht gegen die Sperrung eines Weges am Rothschwaiger Forst vor. Nach Angaben der Stadt hat die Kiesgrubenrekultivierung Oberbayern, kurz KRO, vor rund zwei Wochen damit begonnen, den Zu- und Ausgang zum Rothschwaiger Wald über die Kieswerkstraße zu versperren. Inzwischen könnten weder Radfahrer noch Fußgänger an dem aufgeschütteten Haufen vorbeikommen.
Die Stadt sieht die Maßnahme als rechtswidrig an. Es handle sich um einen Weg, der seit Jahrzehnten unbeschränkt von der Öffentlichkeit genutzt werde. Für viele Bürgerinnen und Bürger ist der Rothschwaiger Wald ein Naherholungsgebiet; zugleich hat die Verbindung Bedeutung für den Fuß- und Radverkehr vor Ort. Auch Anlieger, die zu Wald- oder Feldflächen gelangen müssen, seien auf den Zugang angewiesen.
Besonders kritisch bewertet die Stadt die Folgen für Rettungsdienst und Feuerwehr. Wenn Einsatzkräfte im Ernstfall einen längeren Weg fahren müssten, könne dies zusätzliche Zeit kosten. Nach Auffassung der Stadt spielt es bei der rechtlichen Beurteilung keine Rolle, ob der Weg förmlich gewidmet ist oder nicht.
Hintergrund ist ein Konflikt um die künftige Nutzung des Areals nach dem Kiesabbau. Eine Zweidrittelmehrheit im Stadtrat lehnt die von KRO an dieser Stelle geplante Bodenwaschanlage ab. Die Stadtratsmehrheit setzt sich dafür ein, dass nach dem Ende des Kiesabbaus ein Klimaschutzwald entsteht. KRO möchte hingegen eine Bodenwaschanlage errichten, die nach Darstellung der Stadt über Jahrzehnte dort verbleiben würde.
Quelle: Stadt Fürstenfeldbruck | 07.08.2026
Quelle: Stadt Fürstenfeldbruck
Datum: 07/08/2026
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