Am Donnerstag, 12. März 2026, gegen 11 Uhr, ist in Puchheim ein älteres Ehepaar Opfer sogenannter Schockanrufer geworden. Nach Angaben der Polizei erbeuteten die bislang unbekannten Täter Bargeld und Goldschmuck in erheblichem Wert.
Eine 73-jährige Frau wurde am Vormittag von einem unbekannten Mann angerufen. Er behauptete, ihre Schwiegertochter habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht und es müsse eine Kaution bezahlt werden. Während der 79-jährige Ehemann unter einem Vorwand zum Amtsgericht gelockt wurde, übergab die Frau in seiner Abwesenheit Bargeld und Goldschmuck im hohen fünfstelligen Bereich an eine unbekannte Abholerin. Erst rund fünf Stunden später wurde die Polizei informiert.
Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck bittet Zeugen, die zur Tatzeit verdächtige Wahrnehmungen im Bereich der Allinger Straße in Puchheim gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 08141/612-0 zu melden.
Zu der Abholerin liegt eine Personenbeschreibung vor: Sie soll weiblich, etwa 155 Zentimeter groß, kräftig gebaut und osteuropäischer Erscheinung gewesen sein. Ihre schwarzen Haare mit blonden Spitzen trug sie zu einem Pferdeschwanz gebunden. Bekleidet war sie mit einer dunklen Jacke mit gelben Streifen und hellem Emblem im Brustbereich sowie mit einer grauen Umhängetasche mit dem Emblem „Chanel“.
Die Kriminalpolizei warnt erneut vor Schockanrufen. Bürgerinnen und Bürger sollten das Gespräch beenden, wenn sie sich unter Druck gesetzt fühlen, die angeblich betroffene Person unter einer bekannten Nummer zurückrufen und niemals Geld, Überweisungen oder Wertgegenstände an unbekannte Personen übergeben. Die echte Polizei fordere niemals Bargeld oder andere Werte zur Durchführung von Ermittlungen. Angehörige sollten über die Betrugsmasche informiert werden.
Quelle: Polizei Präsidium Oberbayern Nord
Datum: 01/04/2026
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