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Die Auswirkungen des Klimawandels haben die Landwirtschaft im Landkreis Fürstenfeldbruck in diesem Sommer deutlich getroffen. Beim jährlichen Netzwerktreffen der kommunalen Klimaschutzmanagerinnen und -manager am 29. September erläuterte Matthias Heitmayr, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes (BBV), mögliche Anpassungen in der Bewirtschaftung. Das ganztägige Treffen, einberufen vom Klimaschutzmanagement des Landkreises, fand im Erlebnisraum für Landwirtschaft, Ernährung und Natur in Puch statt.
In seinem Impulsvortrag „Landwirtschaft und Klimaschutz“ nannte Heitmayr Zahlen zur Entwicklung der Betriebe: Ihre Zahl im Landkreis Fürstenfeldbruck sank von 622 im Jahr 2015 auf 573 im Jahr 2025. Zugleich stieg der Anteil der Biobauern auf elf Prozent. Regionale Produkte könnten durch kürzere Transportwege weniger CO₂-Emissionen verursachen und länger ausreifen, was Qualität und Geschmack verbessere, sagte Heitmayr.
Dürren, Starkregen, Spätfröste und neu eingewanderte Schädlinge gefährdeten die Ernten zunehmend. Die extreme Hitze und Dürre hätten in diesem Jahr bei Tierhaltern zu einer beispiellosen Notsituation geführt: Sie hätten nur geringe Futtervorräte anlegen können. Während die Ernteverluste bei anderen Feldfrüchten im westlichen Teil des Landkreises vergleichsweise geringer ausgefallen seien, seien die Ernten im östlichen Teil historisch schlecht gewesen.
Heitmayr empfahl, die landwirtschaftlichen Praktiken anzupassen. Dazu zählten eine angepasste Bodenbearbeitung, mehr Winterkulturen und wärmeliebende Pflanzen wie Roggen oder Sojabohnen. Zwischenfrüchte könnten den Boden dauerhaft bedecken und widerstandsfähiger gegen zunehmende Extremwetterlagen machen. Bei der aktuellen Aussaat hätten manche Landwirte den Boden nicht gepflügt, sondern nur flach bearbeitet und gewalzt, um die Feuchtigkeit in tieferen Humusschichten zu erhalten. Abgestorbene Wiesenbestände seien abgemäht und abgefahren worden, um einen Neuaustrieb zu begünstigen.
Quelle: Landratsamt Fürstenfeldbruck
Datum: 21/10/2026
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