In Althegnenberg haben bislang unbekannte Täter am Dienstag, 28. Juli 2026, eine Rentnerin um ihre Ersparnisse gebracht. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord erbeuteten sie mit der Betrugsmasche „Falscher Polizist“ insgesamt 60.000 Euro.
Die Kriminellen riefen die ältere Frau am Nachmittag an und gaben sich als Polizeibeamte aus. Sie behaupteten, die Seniorin vor einem Überfall schützen zu wollen. Während des Telefonats setzten sie die Frau unter Druck und wiesen sie an, ihre gesamten Ersparnisse in Kochtöpfen zu verstecken und vor die Haustür zu stellen.
Angebliche Polizeibeamte würden das Geld dort abholen und in Sicherheit bringen, erklärten die Anrufer. Die stark eingeschüchterte Frau folgte den Anweisungen. Das Geld wurde anschließend umgehend abgeholt. Von den Abholern fehlt bislang jede Spur.
Nachdem die Geschädigte den Betrug erkannt hatte, erstattete sie Anzeige bei der Polizei. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen übernommen.
Die Ermittler bitten Zeugen, die am 28. Juli 2026 zwischen 15 und 23 Uhr im Bereich der Buchenstraße und der Schlesienstraße in Althegnenberg verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 08141/612-0 zu melden.
Die Kriminalpolizei warnt in diesem Zusammenhang erneut vor der Masche. Wer sich am Telefon unter Druck gesetzt fühlt oder nicht sicher ist, wer anruft, sollte das Gespräch beenden. Die Polizei ruft niemals unter der Notrufnummer 110 an. Bei Unsicherheit sollte die 110 selbst gewählt werden, jedoch nicht über die Rückruftaste.
Außerdem rät die Polizei, am Telefon nicht über persönliche oder finanzielle Verhältnisse zu sprechen und niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen zu übergeben. Betroffene sollten eine Vertrauensperson hinzuziehen oder über den Notruf 110 die Polizei verständigen. Angehörige sollten ebenfalls über das Vorgehen der Täter informiert und gewarnt werden.
Quelle: Polizei Präsidium Oberbayern Nord
Datum: 30/07/2026
Link: Original-Meldung

