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Aortenerkrankungen standen beim 7. Brucker Gefäßtag im Mittelpunkt

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Dieser Text wurde mit KI erstellt. Grundlage ist die am Ende genannte Quelle.

Beim 7. Brucker Gefäßtag am 24. Oktober standen Erkrankungen der Aorta im Mittelpunkt. Die Hauptschlagader gilt erst seit 2024 als eigenständiges Organ. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher informierten sich bei den Fachleuten über Risiken, Früherkennung und Behandlung.

Dr. Kurt Dejori, Chefarzt der Abteilung für Gefäßchirurgie, erklärte bei der Eröffnung, dass Erkrankungen wie Aneurysmen häufig lange unbemerkt blieben und oft zufällig entdeckt würden. Er empfahl Männern ab 65 Jahren, das von den Krankenkassen angebotene Screening wahrzunehmen. Frauen seien zwar nur in einem von sechs Fällen betroffen und deshalb nicht in das Screening einbezogen. Eine Ultraschalluntersuchung beim Hausarzt könne für Frauen in ausgewählten Fällen dennoch sinnvoll sein.

Funktionsoberärztin Dr. Silke Griebat erläuterte verschiedene Aortenerkrankungen, Risikofaktoren und Möglichkeiten der Früherkennung. Außerdem sprach sie darüber, ab welcher Größe und bei welchen Merkmalen ein Aneurysma behandelt werden sollte. Die Aorta transportiert sauerstoffreiches Blut vom Herzen in den Körper und sorgt mit ihrer elastischen Wand für einen gleichmäßigeren Blutfluss. Bei einem gesunden Erwachsenen ist sie etwa 50 bis 60 Zentimeter lang; im Bauchraum beträgt ihr Durchmesser bis zu 2,5 Zentimeter.

„Die Aorta pumpt jedes Jahr rund 2,5 Millionen Liter Blut durch den Körper und ihre Wände sind immensen Kräften ausgesetzt – insbesondere bei Bluthochdruck“, sagte Dr. Griebat. Statistisch habe jeder zehnte Mann über 70 eine Aussackung. Ab einem Durchmesser von rund fünf Zentimetern könne ein Eingriff sinnvoll sein, um ein unkontrolliertes Aufreißen zu verhindern.

Wie sich Veränderungen per Ultraschall erkennen und überwachen lassen, zeigten die Assistenzärztinnen Lisa Pazzini und Hannah Hoppenz an einem Kollegen. In der farbigen Bildgebung lassen sich unter anderem Blutfluss, Verkalkungen, Engstellen und Aneurysmen darstellen. Die Untersuchung dauere höchstens zehn Minuten. Für eine bessere Sicht auf die tiefliegende Aorta sollte der Patient am Untersuchungstag möglichst nüchtern sein, erklärte Pazzini: Luft und Gas im Darm könnten die Ultraschallwellen blockieren.

Oberarzt Dr. Toni Röll beschrieb mögliche Anzeichen einer akuten Ruptur: plötzlich einsetzende stechende Bauch- oder Rückenschmerzen, eine pulsierende Schwellung im Bauchraum sowie Kreislaufschock mit Blutdruckabfall. Ab einem Durchmesser von rund 5,5 Zentimetern werde normalerweise eine Operation empfohlen. Bei vergleichbarer Größe sei das Rupturrisiko bei Frauen etwa dreimal so hoch wie bei Männern. Röll stellte außerdem die Abläufe einer offenen Operation der modernen EVAR-Behandlung gegenüber.

Dr. Roman Kowalski, leitender Oberarzt der Gefäßchirurgie und Leiter des Zentrums für endovaskuläre Chirurgie, ordnete die Entwicklung der endovaskulären Therapie ein. Offene Eingriffe gebe es seit dem Ende des 19. Jahrhunderts; ab 1953 wurde der Zugang zum Gefäß zunehmend mit Nadel und Draht erschlossen. Fortschritte bei der Bildgebung und moderne, teils maßgefertigte Prothesen hätten die Behandlung weiterentwickelt. Minimalinvasive Eingriffe über einen kleinen Schnitt in der Leiste könnten insbesondere älteren Menschen und Patientinnen und Patienten mit Vorerkrankungen Vorteile bieten.

Nach den Vorträgen und während der Pause konnten die Besucherinnen und Besucher Fragen stellen und mit den Referentinnen und Referenten ins Gespräch kommen.

Quelle: Klinikum Fürstenfeldbruck
Datum: 28/10/2026
Link: Original-Meldung

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