Die Sanierungsarbeiten an den Wasser- und Gasleitungen in der Fürstenfeldbrucker Innenstadt führen ab Montag, 12. Oktober 2026, zu einer vollständigen Sperrung im Bereich der Amperbrücke. Nach Angaben des Landratsamts Fürstenfeldbruck hat die Stadtverwaltung mitgeteilt, dass die Hauptstraße zwischen Schöngeisinger Straße und Amperbrücke bis Freitag, 23. Oktober 2026, in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt werden muss. Kraftfahrzeuge können die Amperbrücke in diesem Zeitraum nicht nutzen.
Die Änderung der Verkehrsführung hat nach Angaben des Landratsamts erhebliche Folgen für den öffentlichen Personennahverkehr im Stadtgebiet. Die Information über die Vollsperrung habe die MVV GmbH und die Stabsstelle „Öffentliche Mobilität“ des Landratsamts erst kurzfristig erreicht. Dadurch sei eine rechtzeitige Information der Fahrgäste deutlich erschwert worden.
Das gewohnte Fahrplanangebot kann unter diesen Bedingungen nicht vollständig und pünktlich aufrechterhalten werden. Als Gründe nennt das Landratsamt die notwendigen Umleitungsstrecken, auf denen erhebliche Staus zu erwarten seien, sowie die wegen der kurzen Vorlaufzeit begrenzte Verfügbarkeit von Fahrzeugen und Personal. Fahrgäste müssen deshalb mit spürbaren Einschränkungen des Busangebots und teils deutlichen Verspätungen rechnen.
Die Fahrplananpassungen sollen vor allem möglichst verlässliche Fahrzeiten sicherstellen und das Beförderungsangebot für die Mehrheit der Fahrgäste aufrechterhalten. Das Landratsamt bittet bereits im Vorfeld um Verständnis für die Einschränkungen.
Besonders betroffen ist auch der Schülerverkehr. Für Schülerinnen und Schüler können sich während der Vollsperrung Abweichungen vom gewohnten Schulweg ergeben. Eltern werden gebeten, die aktuellen Verbindungen regelmäßig zu prüfen. Bei jüngeren Kindern empfiehlt das Landratsamt, veränderte Wege vorab gemeinsam zu besprechen oder die Kinder bei der ersten Nutzung zu begleiten.
Die Änderungen für die betroffenen MVV-Buslinien sind nach Angaben des Landratsamts bereits in die elektronische Fahrplanauskunft eingearbeitet beziehungsweise unter www.mvv-auskunft.de hinterlegt. Fahrgäste sollen sich rechtzeitig vor Fahrtbeginn über die Verbindungen ab dem 12. Oktober 2026 informieren. Dies ist über die MVV-App und die MVV-Homepage möglich.
Für die Linien 823 und 825 aus dem westlichen Landkreisgebiet wird in beiden Fahrtrichtungen eine Umleitung ohne Halt über Fürstenfeld gefahren. Dadurch entfallen jeweils die Haltestellen „Auf der Lände“, „Schöngeisinger Straße“, „Hauptplatz“, „Realschule“ und „Landratsamt“. Auf der Linie 823 gilt dieses Umleitungskonzept auch für die Leonhardifahrt am Samstag, 24. Oktober 2026.
Die Linie 840 zwischen den Bahnhöfen Buchenau und Fürstenfeldbruck fährt während der Sperrung nur zwischen Bahnhof Buchenau (S) und Innenstadt. Die Führung erfolgt über Landsberger Straße, Pucher Straße, Hauptstraße und Schöngeisinger Straße sowie zurück zur Landsberger Straße. Die Anbindung an den Bahnhof Fürstenfeldbruck (S) und an das Landratsamt entfällt ersatzlos. Der bestehende Takt soll dafür erhalten bleiben, ebenso die Anbindung der Innenstadt. Eine großräumige Umleitung würde laut Landratsamt keinen Sinn ergeben, weil sie zu einer Taktausdünnung und zur Abkopplung der Innenstadt führen würde.
Auf der Linie 843 zwischen Olching, Emmering und Fürstenfeldbruck wenden alle Fahrten aus Richtung Emmering am Lichtspielhaus. Dadurch entfällt die direkte Anbindung der Schulen im Bahnhofsbereich sowie des Bahnhofs Fürstenfeldbruck (S).
Quelle: Landratsamt Fürstenfeldbruck
Datum: 06/10/2026
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