Unfälle auf Baustellen und mit Baumaschinen standen im Mittelpunkt eines Übungsabends der Freiwilligen Feuerwehr Fürstenfeldbruck. Auf einem stillgelegten Betriebsgelände trainierten rund 60 Rettungskräfte die schonende Rettung mehrerer verletzter Personen in vier unterschiedlichen Szenarien.
In einem ersten Übungsabschnitt musste eine unter Schutt und Schrott eingeklemmte Person gerettet werden, die im Bereich des Oberkörpers von einer Eisenstange durchbohrt worden war. Die Einsatzkräfte hoben zunächst die Last auf den Beinen an, unterbauten und sicherten sie, trennten anschließend die Eisenstange ab und retteten den Patienten.
Ein weiteres Szenario beschäftigte sich mit einem Unfall an einem Häcksler. Angenommen wurde, dass eine Person mit dem Fuß in die noch laufende Maschine geraten war. Nach dem Abschalten und Sichern des Häckslers sowie der Betreuung der verletzten Person wurde das Gerät mit schweren hydraulischen Rettungsmitteln geöffnet, um den Verunglückten zu befreien.
Eine dritte Station simulierte einen Unfall bei Demontagearbeiten an einer elektrischen Anlage. Eine verletzte Person lag in einem schwer zugänglichen Bereich zwischen stromführenden Leitungen. Zunächst wurde ein Zugang zum Gebäude geschaffen und gesichert, anschließend musste das Gebäude stromlos geschaltet werden, um die Person retten zu können. Danach folgte ein weiteres Szenario mit einem in einer Walze eingeklemmten Arbeiter, dessen Bein mithilfe hydraulischer Geräte befreit wurde.
An der vierten Station trainierten die Kräfte die Rettung eines Arbeiters, der durch ein Dach gebrochen war und in einem nur schwer erreichbaren Bereich lag. Über einen Leiterbock wurde zunächst ein Zugang für die Erstversorgung geschaffen. Parallel bereiteten weitere Einsatzkräfte die Drehleiter sowie eine sogenannte Static-Line mit Schleifkorbtrage vor. Damit wurde die verletzte Person schließlich durch das Loch im Dach gesichert und mit der Drehleiter herausgehoben.
Im Anschluss wurden die Übungen gemeinsam ausgewertet und alternative Lösungsmöglichkeiten besprochen. Die Feuerwehr bedankte sich bei allen Beteiligten sowie bei den Unterstützern für die Bereitstellung von Übungsort und Material.
Quelle: Freiwillige Feuerwehr Fürstenfeldbruck
Datum: 30/04/2026
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