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Stadtrat Fürstenfeldbruck beschließt Kompromiss bei neuer Abstandsflächensatzung

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FÜRSTENFELDBRUCK. In seiner Sitzung am 25. März 2025 befasste sich der Fürstenfeldbrucker Stadtrat mit mehreren wichtigen kommunalen Themen. Das Gremium unter Leitung von Oberbürgermeister Christian Götz verabschiedete nach intensiver Debatte eine neue Abstandsflächensatzung und beriet über die Zwischennutzung des Kreativquartiers Aumühle Lände.

Die Neuerlassung der Abstandsflächensatzung wurde durch eine Änderung der Bayerischen Bauordnung notwendig. Ohne eigene kommunale Satzung wären die Abstandsflächen zwischen Gebäuden automatisch auf ein Mindestmaß von 0,4H reduziert worden. Die Stadtverwaltung hatte für die Beibehaltung des bisherigen Faktors von 1,0H plädiert und verwies auf den Schutz des Grünbestands, die Vermeidung von sommerlichen Hitzeinseln und den Erhalt des Gartenstadtcharakters.

Nach ausführlicher Debatte über die Auswirkungen verschiedener Faktoren auf Bebaubarkeit, Grünbestand und Stadtklima einigte sich der Stadtrat schließlich auf einen Kompromiss: Künftig gilt ein Abstandsflächenfaktor von 0,9H für die längeren Gebäudeseiten und 0,5H für die schmalen Seiten. Diese Regelung versucht, sowohl dem Wohnraumbedarf als auch dem Erhalt des Stadtbilds gerecht zu werden. Unabhängig vom Faktor bleibt ein Mindestabstand von drei Metern zu Nachbargrenzen bestehen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die Zwischennutzung des Kreativquartiers Aumühle Lände. Verschiedene lokale Initiativen präsentierten ihre Ideen für die temporäre Nutzung des bestehenden Areals. Das Projekt „Turmgeflüster“ will als Bindeglied für kreative Aktionen fungieren, während „Brucker Backofen“ einen gemeinschaftlichen Backofen plant und auf Bürgerbeteiligung sowie Materialspenden hofft. Die Initiative „Treffpunkt Demokratie“ möchte einen zentralen Anlaufpunkt für demokratiebezogene Veranstaltungen schaffen.

Für den Uferbereich entwickelten die Gruppen „Ländeland“ und „Ampstrand“ unterschiedliche Konzepte: „Ländeland“ plant eine Plattform am Ufer, eine Raststation für Radfahrer sowie Coworking-Plätze und erwägt ein Festival. „Ampstrand“ möchte einen Naherholungsbereich mit Strandatmosphäre und nachhaltiger Gastronomie etablieren. Als nächster Schritt sollen sich die verschiedenen Akteure zusammensetzen, um ein gemeinsames Konzept zu entwickeln. Die Stadtverwaltung begrüßt die Initiative, das Quartier wieder mit Leben zu füllen.

Einstimmig beschloss der Stadtrat die Umbenennung eines bisher namenlosen Straßenabschnitts in „Äußere Meaha Straße“. Ebenfalls ohne Gegenstimme wurde die Rechtsverordnung für verkaufsoffene Sonntage im Jahr 2025 verabschiedet, die vier Termine vorsieht. Besonders der traditionell mit einer Mobilitäts- und Autoschau verbundene vierte Sonntag wurde diskutiert. Eine Umfrage hatte ergeben, dass viele lokale Einzelhändler diese Veranstaltung nicht als besonders geschäftsfördernd bewerten. Trotz dieser Bedenken stimmte der Stadtrat für die Verordnung mit der Erwartung, dass das Format der Mobilitätsschau überarbeitet wird.

Die geplante Änderung der Marktsatzung wurde hingegen zur weiteren Beratung an den zuständigen Ausschuss zurückverwiesen. Bedenken betrafen die fehlende vorherige Ausschussdiskussion sowie unklare Formulierungen bezüglich politischer Aktivitäten und Materialeinschränkungen. Die aktuelle Marktsatzung bleibt vorerst in Kraft.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ wurde die aktuelle Verkehrssituation in Fürstenfeldbruck angesprochen, die durch eine Straßensperrung in Emmering beeinträchtigt wird. Der Stadtrat will mögliche Anpassungen der Ampelschaltungen an der B2 prüfen, wenngleich es sich um Bundesstraßen handelt, was Änderungen erschwert.

Die nächste reguläre Stadtratssitzung findet im kommenden Monat statt.

Quelle: VOD vom Livestream, Datum: 25. März 2025

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