In Germering ist am Dienstag, 29. September 2026, eine über Siebzigjährige durch einen Schockanruf um ihr Vermögen betrogen worden. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen übernommen und bittet um Zeugenhinweise.
Kurz vor 12 Uhr rief ein angeblicher Polizist bei der Seniorin an. Er behauptete, ihre Tochter habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Um eine Haftstrafe abzuwenden, müssten 250.000 Euro bezahlt werden.
Die Frau wurde durch den Anruf unter Druck gesetzt. Vor ihrem Anwesen übergab sie Gold, Bargeld und Schmuck an eine weibliche Abholerin. Danach fuhr sie zu ihrer Bank und holte weitere Goldbarren aus ihrem Schließfach. Diese übergab sie vor dem Bankgebäude an einen Mann.
Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, die am Dienstag zwischen 12 Uhr und 16.30 Uhr im Bereich der Kerschensteinerstraße oder vor der Sparkasse an der Otto-Wagner-Straße verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck unter der Telefonnummer 08141/6120 entgegen.
Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang erneut vor Schockanrufen. Wer nicht sicher ist, wer anruft, und sich unter Druck gesetzt fühlt, sollte das Gespräch beenden. Die Polizei ruft niemals unter der Notrufnummer 110 an. Bei Unsicherheit sollte selbst die 110 gewählt werden, jedoch nicht über die Rückruftaste.
Betroffene sollen angeblich betroffene Angehörige unter der bekannten Nummer zurückrufen, am Telefon nicht über persönliche oder finanzielle Verhältnisse sprechen und niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen übergeben. Die Polizei rät außerdem, eine Vertrauensperson hinzuzuziehen oder über den Notruf 110 die Polizei zu verständigen. Angehörige sollten über diese Betrugsmasche informiert und gewarnt werden.
Quelle: Polizei Präsidium Oberbayern Nord
Datum: 30/09/2026
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