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Geothermie-Erkundung: Geophone und Vibro-Trucks messen den Untergrund

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Wer in diesen Tagen in Fürstenfeldbruck unterwegs ist, kann an Straßen und Wegen kleine Messgeräte entdecken: sogenannte Geophone. Rund 3.300 dieser Geräte sind allein im Stadtgebiet ausgelegt. Seit Donnerstag, 17. September, fahren außerdem die ersten Vibro-Trucks im Raum Fürstenfeldbruck.

Mit der Messkampagne wird der tiefe Untergrund im Raum Fürstenfeldbruck untersucht. Die Stadt Fürstenfeldbruck, die Gemeinden Maisach und Emmering sowie die Stadtwerke Fürstenfeldbruck lassen gemeinsam prüfen, welches Potenzial Tiefengeothermie für die künftige Wärmeversorgung der Region bieten könnte.

Oberbürgermeister Christian Götz bezeichnet die Tiefengeothermie als mögliche wichtige Perspektive für eine möglichst unabhängige Wärmeversorgung der Region. Bevor konkrete Entscheidungen getroffen werden könnten, seien jedoch verlässliche Erkenntnisse über den Untergrund nötig. Die laufenden Untersuchungen schafften dafür eine wichtige Grundlage.

Die Geophone zeichnen Schwingungen des Bodens auf. Von den kompakten Messgeräten geht nach Angaben der Stadt keine Gefahr aus. Wichtig ist jedoch, dass sie an ihrem jeweiligen Platz bleiben und weder versetzt noch mitgenommen werden, weil ihre genaue Position für die Qualität der Messdaten entscheidend ist.

Die Vibro-Trucks fahren zuvor festgelegte Routen ab und halten in kurzen Abständen an. An den Messpunkten wird eine Vibrationsplatte auf den Boden abgesenkt, die jeweils etwa eine Minute lang kontrollierte Schwingungen erzeugt. Die dadurch ausgelösten Schallwellen breiten sich im Untergrund aus und werden an unterschiedlichen Gesteinsschichten reflektiert. Diese Signale werden von den Geophonen aufgezeichnet.

In unmittelbarer Nähe der Fahrzeuge können leichte Vibrationen und Motorengeräusche wahrnehmbar sein. Der Konvoi fährt nach kurzer Zeit jeweils zum nächsten Messpunkt weiter. Länger dauernde Straßensperrungen sind nicht vorgesehen, während einzelner Messstopps kann es vorübergehend jedoch zu Behinderungen kommen.

Aus den gewonnenen Daten soll anschließend ein dreidimensionales Modell des tiefen Untergrunds entstehen. Damit lässt sich das geothermische Potenzial im Raum Fürstenfeldbruck genauer bewerten. Eine möglichst genaue Kenntnis der geologischen Strukturen kann außerdem dazu beitragen, das Risiko späterer Bohrungen zu verringern.

Die laufenden Untersuchungen bedeuten nach Angaben der Stadt nicht, dass bereits ein Standort für eine Bohrung oder eine Geothermieanlage feststeht. Ob und wie Tiefengeothermie künftig für die Wärmeversorgung genutzt werden kann, lässt sich erst nach Auswertung der Messergebnisse beurteilen.

Das Untersuchungsgebiet der Stadtwerke umfasst rund 66 Quadratkilometer. Neben Fürstenfeldbruck gehören dazu auch Teile von Maisach, Emmering, Schöngeising und Alling. Aktuelle Informationen zum Verlauf der Messkampagne und zu den jeweiligen Einsatzgebieten gibt es unter giga-m.de/projects/erkundung-des-untergrunds sowie seismik-m-plus.de.

Quelle: Stadt Fürstenfeldbruck | 17.09.2026

Quelle: Stadt Fürstenfeldbruck
Datum: 17/09/2026
Link: Original-Meldung

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