In Olching werden in Kürze seismische Untersuchungen sichtbar, die Teil einer groß angelegten Messkampagne im Großraum München sind. Im Rahmen der Forschungsprojekte GIGA-M und M-Plus soll ein möglichst genaues Bild der geologischen Strukturen in mehreren Kilometern Tiefe entstehen. Ziel ist es, das Potenzial für eine mögliche Nutzung der Tiefengeothermie besser beurteilen zu können.
Nach Angaben der Stadt Olching beginnt in den kommenden Wochen der Aufbau sogenannter Geophone im Stadtgebiet. Diese kleinen, hochempfindlichen Messgeräte werden an zuvor festgelegten Punkten an der Oberfläche ausgelegt. Sie erfassen Signale, die aus dem Untergrund zurückgeworfen werden, und bleiben einige Wochen vor Ort, bevor sie wieder eingesammelt werden.
Die eigentlichen Messungen erfolgen mit Vibro-Trucks. Diese Spezialfahrzeuge erzeugen an festgelegten Messpunkten für kurze Zeit kontrollierte Schwingungen. Aus den dabei erhobenen Daten soll ein hochauflösendes dreidimensionales Bild des Untergrunds erstellt werden. Das Verfahren wird seit vielen Jahren zur geologischen Erkundung eingesetzt.
Für Anwohnerinnen und Anwohner können die Arbeiten kurzzeitig wahrnehmbar sein. Die Stadt weist darauf hin, dass Vibrationen und Motorengeräusche jeweils nur für kurze Zeit auftreten.
Getragen werden die Untersuchungen von den Stadtwerken München und weiteren Partnern. Die Stadtwerke Fürstenfeldbruck beteiligen sich ebenfalls über das Projekt M-Plus. Dabei werden zusätzliche seismische Daten erhoben und mit den Ergebnissen von GIGA-M zusammengeführt, um ein großräumiges und möglichst belastbares Bild des Untergrunds zu erhalten.
Die aktuellen Arbeiten bedeuten nach Angaben der Stadt ausdrücklich noch keine Entscheidung über den Bau einer Geothermieanlage. Es handelt sich zunächst ausschließlich um geologische Erkundungen. Die Daten sollen eine wissenschaftlich fundierte Grundlage schaffen, um Möglichkeiten und Risiken einer künftigen Nutzung der Tiefengeothermie beurteilen zu können.
Weitere Informationen zu den Untersuchungen und den Projekten gibt es unter GIGA M sowie Seismik – M PLUS. In der begleitenden Darstellung markiert die gelbe Linie das Messgebiet der Stadtwerke Fürstenfeldbruck, die rote Linie das Messgebiet der Stadtwerke München.
Quelle: Stadt Olching | 16.09.2026
Quelle: Stadt Olching
Datum: 16/09/2026
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