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GIGA-M-Projekt: Untergrund in Germering wird für Geothermie erkundet

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In Germering werden im Rahmen des Forschungsprojekts GIGA-M derzeit umfangreiche Arbeiten zur Erkundung des Untergrunds vorbereitet. Das Projekt wird von den Stadtwerken München (SWM) geleitet, beteiligt sind außerdem die EWG und die Technische Universität München (TUM). Der Hauptbearbeitungszeitraum ist auf die Jahre 2024 bis 2026 angelegt.

Im Mittelpunkt steht eine groß angelegte 3D-Seismik-Kampagne für die Geothermie. Nach Angaben der Projektseite zählt die GIGA-M-Seismikkampagne zu den größten 3D-Vibroseismik-Projekten für Geothermie weltweit. Das Untersuchungsgebiet umfasst rund 1100 Quadratkilometer im Großraum München. In der Region wurden in der Vergangenheit bereits mehrere seismische Messungen vorgenommen; mit der aktuellen Kampagne sollen bestehende Lücken in der seismischen Abdeckung geschlossen werden.

Für Anwohnerinnen und Anwohner bedeutet das, dass in den kommenden Wochen verschiedene Vorarbeiten und später auch Messfahrzeuge im Gebiet unterwegs sein können. Die Genehmigungseinholung für die Messkampagne ist laut Projektstand bereits weit fortgeschritten. Parallel dazu laufen zahlreiche vorbereitende Arbeiten im Messgebiet. Dazu gehören die Vermessung und Markierung von Anregungspunkten, Kampfmittelsondierungen, die Auslage von Geophonen sowie sogenannte Nahlinienmessungen.

Ab dem 20. August soll die eigentliche Datenerfassung mit Vibrotrucks beginnen. Die seismischen Messungen werden nach der derzeitigen Planung vom Süden des Projektgebiets aus schrittweise über die gesamte Messfläche durchgeführt. Da Wetter, Verkehr und örtliche Gegebenheiten den Ablauf kurzfristig beeinflussen können, weist das Projekt darauf hin, dass sich Planungen ändern können.

Um die Arbeiten nachvollziehbar zu machen, stellt GIGA-M aktuelle Aktivitäten und Prognosen in einer Karte dar. Die dort gezeigten Flächen dienen der Orientierung und sind bewusst vereinfacht. Die tatsächliche Durchführung der Vorarbeiten und Messungen erfolgt nach Angaben des Projekts stets unter Berücksichtigung der lokalen Genehmigungslage, geltender Auflagen sowie notwendiger Abstimmungen mit Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümern, Kommunen und Behörden.

Die Karte unterscheidet mehrere Arbeitsstände. Gelb markierte Flächen zeigen, wohin sich Vorarbeiten voraussichtlich als Nächstes verlagern werden; diese Information soll wöchentlich aktualisiert werden. Rot markierte Bereiche stehen für aktive Vorarbeiten. Dort können Anwohnerinnen und Anwohner vermehrt Mitarbeitende von DMT oder Partnerunternehmen antreffen. Diese Arbeiten erfolgen überwiegend zu Fuß oder mit kleineren Fahrzeugen und dienen der Vorbereitung der späteren Messkampagne.

Violett gekennzeichnete Flächen zeigen, wo für den jeweiligen Tag Messungen mit Vibrotrucks geplant sind. Da es sich dabei um eine Prognose handelt, sind kurzfristige Änderungen möglich. Türkis markierte Bereiche zeigen, wo die seismischen Messungen mit Vibrotrucks bereits abgeschlossen wurden. Diese Angaben sollen täglich aktualisiert werden.

Der aktuelle Projektfortschritt wird mit mehreren Arbeitsständen angegeben. Die Genehmigungseinholung liegt demnach bei 90 Prozent, die Vorbereitung von Mannschaft und Equipment bei 60 Prozent. Die Vorarbeiten im Untersuchungsgebiet werden mit 40 Prozent beziffert. Die Feldmessung, das Einsammeln der Geophone und die Auswertung der Messdaten stehen jeweils noch bei 0 Prozent.

Bei seismischen Messungen kann es vorkommen, dass Messtrupps Spuren hinterlassen, etwa Fahrspuren oder leichte Bodenverdichtungen. In seltenen Fällen können laut Projekt auch Auswirkungen durch Vibrationen auftreten. Die Vibrotrucks werden deshalb von speziell geschultem Personal begleitet; die Arbeiten werden kontinuierlich dokumentiert und überwacht. Wer Veränderungen oder mögliche Schäden feststellt, soll diese melden.

Für Bürgerinnen und Bürger, die Fragen zur Messung haben, verweist das Projekt auf seine Seismik-FAQs. Dort sollen die wichtigsten Informationen rund um die Seismik zusammengefasst sein. Weitere Informationen und aktuelle Hinweise werden zudem über die Social-Media-Kanäle des Projekts angekündigt.

Quelle: Stadt Germering
Datum: 12/08/2026
Link: Original-Meldung

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