Fürstenfeldbruck hat eine eigene Sicherheitswacht: Manuel Gebhard, Dacian Maris, Andreas Hirschmann und Nicole Ambacher sind seit Anfang Juni als vier ehrenamtliche Mitglieder auf Brucks Straßen unterwegs. Sie sollen dort zusätzliche Präsenz zeigen, wo viele Menschen zusammenkommen oder aus Sicht von Stadt und Polizei besondere Aufmerksamkeit sinnvoll ist.
Bei einer Vorstellungsrunde im Rathaus informierten Oberbürgermeister Christian Götz, Stefanie Schmid vom städtischen Sachgebiet Öffentliche Sicherheit und Ordnung sowie Andreas Lohde (FBM), der die Einführung politisch auf den Weg gebracht hatte, über Ausbildung und erste Einsätze. Ebenfalls dabei waren Polizeirat Tobias Hollaus und Polizeihauptmeister Sebastian Nahmmacher.
Götz bezeichnete die Sicherheitswacht als bürgernahe Ergänzung an neuralgischen Punkten der Stadt und als Beitrag zum „aktiven Hinschauen“. Nach den ersten Wochen im Einsatz seien die Rückmeldungen überwiegend positiv. „Wir spüren die Akzeptanz in der Bevölkerung“, sagte Andreas Hirschmann.
Die Ehrenamtlichen sind vor allem in Bereichen unterwegs, in denen viel öffentliches Leben stattfindet oder eine sichtbare Präsenz vorbeugend wirken kann. Genannt wurden unter anderem die Innenstadt, die Aumühle und der Amperstrand. Bei der ersten Schicht sei das Team 22 Kilometer gelaufen, berichtete Dacian Maris.
Die Mitglieder der Sicherheitswacht gehen in der Regel zu zweit und mehrere Stunden lang Streife. In ihrer dunkelblauen Dienstkleidung sind sie gut erkennbar und stehen per Digitalfunk mit der Polizei in Verbindung. Wann und wo sie eingesetzt werden, richtet sich nach Veranstaltungen, aktuellen Lageerkenntnissen und der Verfügbarkeit der Ehrenamtlichen.
Die Sicherheitswacht ersetzt die Polizei nicht, sondern ergänzt deren Arbeit. Ihre Aufgabe ist es, durch Präsenz vorbeugend zu wirken, als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen und verdächtige Beobachtungen weiterzumelden. Die Mitglieder dürfen Personen anhalten und befragen, unter bestimmten Voraussetzungen Personalien feststellen und Platzverweise aussprechen.
Im Rahmen der sogenannten Jedermannsrechte können sie außerdem eine Person, die auf frischer Tat ertappt wurde, bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Polizeiliche Zwangsmaßnahmen dürfen die Mitglieder der Sicherheitswacht jedoch nicht anwenden.
Vor ihrem Start absolvierten Gebhard, Maris, Hirschmann und Ambacher eine 40-stündige Ausbildung bei der Polizei Fürstenfeldbruck. Auf dem Lehrplan standen unter anderem Strafrecht, Befugnisse, der Umgang mit dem Digitalfunkgerät sowie praxisnahe Fallbeispiele. Den Abschluss bildete ein Prüfungsgespräch.
Der Haupt- und Finanzausschuss hatte dem Stadtrat im Juli 2025 die Einführung der Sicherheitswacht empfohlen. Nach der Zustimmung des Stadtrats folgten Bewerbungsverfahren, Auswahl und Ausbildung. Die Aufwandsentschädigung und die Ausrüstung werden vom Freistaat Bayern finanziert.
Quelle: Stadt Fürstenfeldbruck | 07.07.2026
Quelle: Stadt Fürstenfeldbruck
Datum: 07/07/2026
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