Der Landkreis Fürstenfeldbruck hat sich am 22. Juni am bundesweiten Aktionstag der kommunalen Spitzenverbände unter dem Motto „Kommunen am Limit“ beteiligt. Anlass ist die zunehmend angespannte Haushaltslage vieler Landkreise und Kommunen. Nach Darstellung des Landkreises führen Pflichtaufgaben, die sich aus Bundesgesetzen ergeben, zu immer höheren Ausgaben, ohne dass auf der Einnahmeseite entsprechend mehr Geld zur Verfügung steht.
Landrat Thomas Karmasin beschreibt die Lage als erheblichen finanziellen Druck für die kommunale Ebene. „Wir sind gezwungen, Aufgaben zu erfüllen, die wir nicht finanzieren können. 60 Prozent unserer Ausgaben sind durch Gesetze vom Bund vorgegeben, während die dafür vorgesehenen Zuweisungen längst nicht mehr ausreichen“, erklärte Karmasin. Das daraus entstehende Defizit könne nicht durch Einsparungen bei Kernaufgaben wie Schul- und Straßenbau oder bei freiwilligen Leistungen ausgeglichen werden, weil die fehlende Summe zu groß sei.
Auch eine beliebig hohe Kreisumlage könne den Gemeinden nicht zugemutet werden, so Karmasin weiter. Dennoch seien Einsparungen und eine Erhöhung der Kreisumlage notwendig, um einen ausgewogenen Haushalt herzustellen. Der Landrat fordert deshalb eine Aufgabenkritik und eine Reform der Finanzausstattung. „Es ist fünf vor zwölf“, sagte Karmasin.
Die Stadt Fürstenfeldbruck verweist darauf, dass ihr die Problematik seit Jahren bekannt ist. Mit einem Banner am Rathaus macht Oberbürgermeister Christian Götz auf die angespannte Situation aufmerksam. Zugleich heißt es aus der Stadt, der Bund habe begonnen, die Kommunen stärker zu unterstützen. Auf das endgültige Ergebnis dürfe man gespannt sein.
Quelle: Stadt Fürstenfeldbruck
Datum: 26/06/2026
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