Im Landratsamt Fürstenfeldbruck wird es ab sofort Einschränkungen bei Einstellungen und Nachbesetzungen geben. Grund ist die aktuelle Haushaltslage des Landkreises sowie das von den Kreisgremien bereitgestellte knappe Personalbudget. Nach Angaben des Landratsamts reichen die für den Personalhaushalt 2026 vorgesehenen 59,8 Millionen Euro nach aktuellen Hochrechnungen voraussichtlich nicht aus.
Derzeit wird ein Ergebnis prognostiziert, das etwa 1,5 Millionen Euro über dem Budgetansatz liegt. Damit lägen die benötigten Mittel nahezu bei jener Summe, die die Verwaltung vor der Kürzung durch die Politik vorgeschlagen hatte. Dieser ursprüngliche Ansatz belief sich auf 61,27 Millionen Euro.
Nach Angaben des Landratsamts sind einzelne Parameter im Personalhaushalt nicht vollständig planbar. Dazu zählen unter anderem vorzeitige Rückkehr aus der Elternzeit oder Langzeiterkrankungen von Beamten. Bereits seit 2024/2025 wird laut Landratsamt kein neues Personal mehr auf kommunale Kosten im staatlichen Bereich eingestellt.
Landrat Thomas Karmasin veranlasst nun weitere Einsparungen im Personalbereich. Diese könnten nach Darstellung des Landratsamts sowohl für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch für Bürgerinnen und Bürger spürbar werden. Vorgesehen ist unter anderem ein Einstellungsstopp für neue Stellen. Besetzt werden sollen solche Stellen nur noch dann, wenn sie gefördert werden, wenn Nachwuchskräfte übernommen werden sollen oder wenn eine Rückkehr aus der Elternzeit vorgesehen ist.
Auch Nachbesetzungen sollen im Rahmen der Vakanzsteuerung künftig erst mit mehrmonatiger Verzögerung erfolgen. Für den Stellenplan 2027 wird zudem auf eine Bedarfsabfrage im Haus verzichtet. Um trotz Haushaltsdisziplin auf unvorhergesehene Entwicklungen reagieren zu können, sind fünf flexible Planstellen vorgesehen.
Eine entsprechende Beschlussfassung ist für Oktober 2026 geplant. Das Thema soll anschließend auch Gegenstand der Haushaltsberatungen werden.
Karmasin, der auch Präsident des Bayerischen Landkreistags ist, verweist auf eine bayernweite Entwicklung. „Fast alle bayerischen Landkreise stehen vor der Situation, Ausgaben zu kürzen, die eigentlich nicht kürzbar sind. Auch unsere Kürzungen gehen an die Substanz. Im Stellenplan findet sich kein Spielraum. Man wird es merken, wenn Nachbesetzungen erst mit zeitlicher Verzögerung erfolgen. Aber uns bleibt keine andere Wahl“, erklärte der Landrat.
Quelle: Landratsamt Fürstenfeldbruck | 25.06.2026
Quelle: Landratsamt Fürstenfeldbruck
Datum: 25/06/2026
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