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Interessengemeinschaft soll neues Tierheim im Landkreis vorbereiten

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Für das geplante neue Tierheim im Landkreis Fürstenfeldbruck soll in Maisach eine Interessengemeinschaft entstehen. Sie wäre nach Angaben der Gemeinde eine Vorstufe zu einem möglichen Betreiberverein, der später den Betrieb der Tierschutzeinrichtung übernehmen könnte. Maisachs Bürgermeister Hans Seidl lädt deshalb alle interessierten Unterstützerinnen und Unterstützer des Projekts zu einem ersten Treffen ein.

Die Zusammenkunft findet am Mittwoch, 22. Juli, um 19 Uhr im Bräustüberl Maisach, Jägerstüberl, statt. Angesprochen sind vor allem Menschen mit Sach- und Fachkunde aus den Bereichen Tierpflege und tiermedizinische Versorgung. Ebenfalls gesucht werden Personen mit rechtlichem oder betriebswirtschaftlichem Hintergrund sowie Freiwillige, die bereit sind, Fachpersonal ehrenamtlich beim Betrieb einer künftigen Tierschutzeinrichtung zu unterstützen.

Im Landkreis Fürstenfeldbruck wird nach Einschätzung der beteiligten Kommunen dringend ein neues Tierheim benötigt. 17 Kommunen haben sich für das Projekt zusammengeschlossen und bereits eine gemeinsame Ausrichtung sowie Eckpunkte zur Finanzierung und zum Grundstück festgelegt. Einige wichtige Weichen seien damit gestellt, ein geeigneter Träger fehle jedoch weiterhin.

In den vergangenen Wochen habe es nach Angaben der Gemeinde Maisach eine positive Entwicklung gegeben. Mehrere Interessierte hätten sich unabhängig voneinander im Maisacher Rathaus gemeldet, nachdem die 17 Kommunen öffentlich zur Unterstützung aufgerufen hatten. Nun sollen diese Menschen an einen Tisch kommen, damit Kräfte gebündelt und ein mögliches weiteres Vorgehen besprochen werden können. Aus dieser Runde soll eine Interessengemeinschaft entstehen, die eine spätere Vereinsgründung vorbereitet.

Bereits zuvor hatten die beteiligten Kommunen darauf hingewiesen, dass ein Tierheim im Landkreis dringend gebraucht werde. 17 von 23 Kommunen im Landkreis Fürstenfeldbruck seien sich darin einig. Die Gemeinde Maisach würde für das Vorhaben ein geeignetes Grundstück zur Verfügung stellen. Gesucht wird weiterhin ein Träger, beispielsweise ein Verein als Betreiber. Interessierte können sich bei der Gemeinde Maisach unter presse@maisach.de oder telefonisch unter 08141/937-267 melden.

Hans Seidl, der zugleich Bürgermeister-Sprecher der Landkreiskommunen ist, betont die gemeinsame Verantwortung. „17 Kommunen aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck sind bereit, für das Tierwohl eine gemeinsame Leistung zu vollbringen“, erklärt er. Denn „jedes einzelne Tier hat die gleiche Achtung verdient wie ein Mensch“.

Nach den bisherigen Eckpunkten würde rund die Hälfte der Baukosten für ein neues Tierheim von den Kommunen übernommen. Der übrige Betrag soll über Spenden finanziert werden. Im laufenden Betrieb soll die jeweilige Kommune die Tierarztkosten für ein Fundtier aus ihrer Stadt oder Gemeinde tragen. Zusätzlich ist ein Zuschuss aus einem Tierschutzfonds des Landkreises angedacht.

Für das Projekt stehen nach Angaben der Gemeinde 6.000 Quadratmeter auf Erbpachtbasis zur Verfügung. Die Erschließung sei gesichert, zudem sei eine baurechtliche Genehmigung aufgrund einer „Privilegierung“ durch das Kreisbauamt möglich. Einen ausgearbeiteten Bauplan gibt es bislang noch nicht. Die Planung soll mit einem künftigen Trägerverein abgestimmt werden. Die Kosten für das Bauvorhaben werden auf rund 1,5 Millionen Euro geschätzt.

Hintergrund ist auch die Situation der bisherigen Tierauffangstation in Maisach-Überacker. Sie ist nach Angaben der Gemeinde zu klein und wird dem Bedarf nicht gerecht. Der derzeitige Betreiberverein plant eine Fusion mit einem Tierheim bei Passau und wird den Standort Maisach verlassen. Die Räumlichkeiten in Maisach wurden als ziemlich marode eingestuft, das Veterinäramt sprach von einer Unterversorgung der Tiere. In der bisherigen Auffangstation werden etwa 500 Tiere pro Jahr abgegeben.

Quelle: Stadt Maisach
Datum: 24/06/2026
Link: Original-Meldung

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