In Germering ist am 5. März 2026 ein 84-jähriger Rentner Opfer eines Betrugs mit der Masche „Falscher Polizeibeamter“ geworden. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord übergab der Senior Gold und Münzen im Wert eines sechsstelligen Betrags an die Täter.
Bereits am 4. März hatte der Mann einen ersten Anruf von einem Betrüger erhalten, der sich als Kriminalbeamter ausgab. Der Anrufer behauptete, ein Mitarbeiter der Sparkasse sei verdächtig, Gold aus Schließfächern auszutauschen. Auch der Name des Seniors stehe auf einer Liste, weshalb eine Überprüfung seines gelagerten Goldes notwendig sei.
Der Rentner suchte daraufhin seine Bank auf und räumte sein Schließfach aus. Am 5. März meldeten sich die Betrüger erneut und holten das gesamte Goldvermögen des Mannes zur angeblichen Echtheitsprüfung an seiner Haustür ab. Übergeben wurde es in einer blauen Stofftasche. Als der Abholer nicht zurückkehrte, wurden dem Senior Zweifel kommen, woraufhin er die Polizei informierte. Die Fahndungsmaßnahmen blieben ohne Erfolg.
Der Abholer wird als männlich, etwa 45 Jahre alt, rund 190 Zentimeter groß und kräftig beschrieben. Er soll ein osteuropäisches Erscheinungsbild mit Akzent gehabt haben und eine dunkle Schirmkappe getragen haben. Außerdem hatte er eine blaue Stofftasche bei sich.
Die weiteren Ermittlungen hat die Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck übernommen. Zeugen, die sich am 5. März 2026 zwischen 11.30 Uhr und 14 Uhr im Stadtteil Unterpfaffenhofen aufgehalten haben und verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, sollen sich unter der Telefonnummer 08141 612-0 melden.
Die Kriminalpolizei warnt erneut vor dieser Betrugsmasche. Die Polizei ruft nie unter der Notrufnummer 110 an. Wer sich unter Druck gesetzt fühlt, sollte das Gespräch sofort beenden, keine persönlichen Daten oder Angaben zu Wertsachen preisgeben und keine Geldbeträge oder Wertgegenstände an unbekannte Personen übergeben. Im Zweifelsfall soll eine dem Telefonbuch entnommene Polizeinummer gewählt werden – in eiligen Fällen auch die 110, jedoch ohne Rückruftaste. Zudem empfiehlt die Polizei, sich von angeblichen Amtspersonen den Dienstausweis zeigen zu lassen und auch Angehörige über die Masche zu informieren. Weitere Informationen gibt es auf den Seiten der Präventionskampagne „Leg auf!“.
Quelle: Polizei Präsidium Oberbayern Nord
Datum: 01/04/2026
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